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Begriffe · Glossar

LiDAR.Was der Begriff bedeutet.

LiDAR (Light Detection and Ranging) ist ein Messverfahren, das mit Laserlicht Entfernungen bestimmt, indem es die Laufzeit oder Phasenlage des reflektierten Lichts misst. Ein LiDAR-Sensor erzeugt daraus eine dreidimensionale Punktwolke der Umgebung.

Kurz beantwortet · Stand Oktober 2026
Glasfigur eines humanoiden Roboters auf einem Silbersockel, davor geschichtete Glasplatten wie Normblätter, kupferne Kante
Vor dem Pilot: Konformität, Risikobeurteilung, Arbeitsschutz.

01  Definition

LiDAR: die Erklärung.

Ein LiDAR sendet Laserpulse aus und misst, wann das reflektierte Licht zurückkommt. Aus der Laufzeit und der Lichtgeschwindigkeit ergibt sich die Entfernung. Wird der Strahl über die Umgebung geführt, entsteht eine Punktwolke mit vielen tausend Messpunkten pro Sekunde. Mobile Roboter nutzen sie für Kartierung, Lokalisierung und Hinderniserkennung. Typische Kennwerte sind Reichweite, Sichtfeld, Zahl der Messpunkte pro Sekunde und Genauigkeit.

Raj und Kollegen (Electronics, 2020) ordnen LiDAR-Sensoren nach der Art, wie der Strahl geführt wird. Mechanische Scanner drehen Sender und Empfänger. MEMS-Scanner lenken den Strahl mit winzigen Spiegeln. Flash-LiDAR beleuchtet die ganze Szene auf einmal. Optische Phased Arrays steuern den Strahl ohne bewegte Teile. Jede Bauart hat eigene Stärken bei Reichweite, Auflösung, Größe und Robustheit.

Weil LiDAR mit Laserlicht arbeitet, gilt für die Geräte die Lasersicherheitsnorm IEC 60825-1:2014. Sie teilt Laser in Klassen ein. Sensoren für Roboter in der Nähe von Menschen sind in der Regel als augensicher eingestuft. Die Laserklasse steht auf dem Gerät und im Datenblatt. Ein LiDAR-Sensor auf einem Roboter, der in der Nähe von Menschen arbeitet, sollte nach den Herstellerangaben in eine Klasse fallen, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine Gefährdung der Augen erwarten lässt.

Wichtig ist der Unterschied zum Sicherheits-Laserscanner. Ein Navigations-LiDAR dient der Orientierung und ist keine Schutzeinrichtung. Ein Sicherheits-Laserscanner überwacht Schutzfelder und ist als Sicherheitsbauteil für den Personenschutz geprüft. Glänzende, schwarze oder transparente Flächen sowie Staub und Nebel können LiDAR-Messungen stören. Hersteller kombinieren LiDAR deshalb oft mit Kameras und weiteren Sensoren. Im Freien beeinflussen Regen, Schnee und direkte Sonne die Messung. Bei Inspektionsrobotern auf Anlagen gehört ein Test unter den typischen Wetterbedingungen zum Pilot.

02  Industrie

Was das für ein großes Werk heißt.

Für ein Werk heißt LiDAR am Roboter: Er erstellt eine Karte der Halle und erkennt Hindernisse. Spiegelnde Bleche, Glasflächen und Dampf können Messungen stören und sollten im Pilot getestet werden. Ob der Sensor auch Schutzfelder für Personen überwacht, ist eine eigene Frage an den Hersteller.

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03  Abgrenzung

Abgrenzung zu verwandten Begriffen.

BegriffUnterschied
Sicherheits-LaserscannerEin Sicherheits-Laserscanner ist eine geprüfte Schutzeinrichtung für den Personenschutz, ein Navigations-LiDAR nicht.
StereokameraEine Stereokamera berechnet Tiefe aus zwei Bildern und hängt stärker vom Licht ab als LiDAR.
RadarRadar arbeitet mit Funkwellen statt Licht und durchdringt Staub und Nebel besser, löst aber gröber auf.

05  Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet.

Wofür braucht ein Roboter LiDAR?

Ein Roboter braucht LiDAR, um Entfernungen zu messen und eine dreidimensionale Karte seiner Umgebung zu erstellen. Damit weiß er, wo er ist, und erkennt Hindernisse auf seinem Weg. Viele mobile Roboter, Vierbeiner und Humanoide kombinieren LiDAR mit Kameras, um sich in Hallen und auf Anlagen zu bewegen.

Ist LiDAR für die Augen gefährlich?

LiDAR-Sensoren für Roboter sind in der Regel als augensichere Laserprodukte eingestuft. Maßgeblich ist die Laserklasse nach IEC 60825-1:2014, die auf dem Gerät und im Datenblatt stehen muss. Bei der Beschaffung sollte die Klasse geprüft und in die Gefährdungsbeurteilung übernommen werden. Bei Unklarheit hilft die Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Ist ein LiDAR eine Schutzeinrichtung?

Ein LiDAR zur Navigation ist keine Schutzeinrichtung. Für den Personenschutz werden Sicherheits-Laserscanner eingesetzt, die als Sicherheitsbauteil geprüft sind und Schutzfelder zuverlässig überwachen. Ob ein Roboter einen solchen Scanner hat und welche Sicherheitsfunktion er erfüllt, muss der Hersteller angeben. Die Unterlagen sollten zeigen, welche Schutzfelder überwacht werden.

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