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Begriffe · Glossar

Cobot.Was der Begriff bedeutet.

Cobot (kollaborativer Roboter) ist der Marktbegriff für einen Industrieroboter, der dafür gebaut ist, in kollaborativen Anwendungen ohne Schutzzaun neben Menschen zu arbeiten, meist durch Kraft- und Leistungsbegrenzung. Die Norm ISO 10218-2:2025 verwendet den Begriff „collaborative robot“ ausdrücklich nicht mehr.

Kurz beantwortet · Stand Oktober 2026
Glasfigur eines humanoiden Roboters auf einem Silbersockel, davor geschichtete Glasplatten wie Normblätter, kupferne Kante
Vor dem Pilot: Konformität, Risikobeurteilung, Arbeitsschutz.

01  Definition

Cobot: die Erklärung.

Cobots kamen als leichte Roboterarme auf, die Kontakte mit Menschen erkennen und Kräfte begrenzen. Sie sind einfacher zu programmieren als klassische Industrieroboter, oft per Handführung oder grafischer Oberfläche. Typische Einsätze sind Maschinenbeschickung, Schrauben, Prüfen und Palettieren kleiner Lasten. Cobots tragen in der Regel geringere Lasten und arbeiten langsamer als klassische Industrieroboter. Das ist bei kollaborativen Anwendungen gewollt, weil Kraft und Geschwindigkeit Teil der Schutzmaßnahmen sind.

In der Normung hat sich die Sicht geändert. ISO 10218-2:2025 stellt in der Einleitung klar, dass der Begriff collaborative robot in der Norm nicht verwendet wird. Nur die Anwendung kann als kollaborative Anwendung entwickelt, verifiziert und validiert werden. Ein Cobot mit einem scharfen Werkzeug oder einer schweren Last kann also eine Anwendung ergeben, die einen Schutzzaun braucht. Für Umbauten an der Linie ist das ein Vorteil.

Die Sicherheitsfunktionen für Kollaboration können nach ISO 10218-2:2025 Teil des Roboters sein, etwa die Leistungs- und Kraftbegrenzung, oder von einer Schutzeinrichtung kommen, oder aus beidem. Die Norm hat dazu die meisten Anforderungen der ISO/TS 15066:2016 übernommen. Für die Leistungs- und Kraftbegrenzung zählt die Messung am realen Aufbau. Das Institut für Arbeitsschutz der DGUV beschreibt dafür Prüftechnik und Messverfahren.

Cobots sind für viele Aufgaben eine bewährte, gut genormte Lösung. Ist die Aufgabe ortsfest und der Arbeitsplatz klar abgegrenzt, ist ein Cobot oft die günstigere und reifere Wahl als ein humanoider Roboter. Der Humanoide spielt seine Vorteile erst aus, wenn er zwischen mehreren Orten wechseln oder Arbeitsplätze ohne Umbau nutzen muss. Auch Mischformen sind verbreitet. Ein Cobot auf einem fahrerlosen Fahrzeug kann mehrere Stationen bedienen, ohne die Gestalt eines Menschen zu haben.

02  Industrie

Was das für ein großes Werk heißt.

Für ein großes Werk ist der Cobot oft der Vergleichsmaßstab für einen Humanoiden. Rechnen Sie beide Varianten für dieselbe Aufgabe durch, einschließlich Umbau, Sicherheitstechnik und Verfügbarkeit. Wenn die Aufgabe an einem Ort bleibt, gewinnt in der Regel der Cobot.

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03  Abgrenzung

Abgrenzung zu verwandten Begriffen.

BegriffUnterschied
Mensch-Roboter-KollaborationMRK beschreibt die Anwendung, der Cobot ist ein Roboter, der dafür ausgelegt ist.
IndustrieroboterEin klassischer Industrieroboter ist schneller und stärker, arbeitet aber meist hinter Schutzeinrichtungen.
Humanoider RoboterEin Humanoide ist mobil und hat zwei Arme, ein Cobot ist meist ein ortsfester Einzelarm.

05  Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet.

Was ist ein Cobot?

Ein Cobot ist ein Industrieroboter, der für die Arbeit neben Menschen ohne Schutzzaun gebaut ist. Er begrenzt Kraft und Geschwindigkeit, erkennt Kontakte und lässt sich oft per Handführung programmieren. Ob eine Anwendung ohne Zaun auskommt, entscheidet aber die Risikobeurteilung der gesamten Anwendung, nicht der Roboter allein.

Ist ein Cobot automatisch sicher?

Nein, ein Cobot ist nicht automatisch sicher. ISO 10218-2:2025 betont, dass nur die Anwendung als kollaborativ bewertet werden kann. Werkzeug, Werkstück, Geschwindigkeit und Umgebung entscheiden mit. Ein Cobot mit scharfem Greifer oder schwerer Last kann zusätzliche Schutzmaßnahmen brauchen. Die Risikobeurteilung muss das für jeden Arbeitsplatz zeigen.

Cobot oder humanoider Roboter, was ist besser?

Ein Cobot ist meist besser, wenn die Aufgabe an einem festen Ort stattfindet, etwa an einer Maschine oder Prüfstation. Er ist ausgereift, genormt und in der Regel günstiger. Ein humanoider Roboter lohnt sich eher, wenn er zwischen Arbeitsplätzen wechseln, Wege gehen oder Arbeitsplätze nutzen soll, die für Menschen gebaut sind.

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