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Einsatz · Teilehandling

Teilehandling mit Humanoiden.Greifen, sortieren, umsetzen.

Teilehandling mit humanoiden Robotern umfasst das Greifen, Umsetzen, Sortieren und Ausrichten von Bauteilen zwischen Behältern, Bändern, Werkstückträgern und Arbeitsplätzen. Es ist das Grundhandwerk fast jeder Industrieaufgabe. Laut AgiBot sortieren vier Roboter des Typs A2-W im Werk von Fulin Precision in Mianyang Lieferungen. Laut Herstellerangaben liegen die Traglasten industrieller Humanoide meist zwischen 3,5 und 15 kg je Arm. Für Teilehandling an einem festen Ort mit hohem Takt ist ein Knickarmroboter mit Bildverarbeitung in der Regel schneller und günstiger. Der Humanoide passt, wenn wechselnde Orte und Aufgaben zusammenkommen.

Kurz beantwortet · Stand Oktober 2026
Eine Roboterhand aus Glas greift ein Werkstück auf einem silbernen Förderband, Kupferlinie verbindet zu einem Leitstand
Integration heißt: Roboter, Station, Leitsystem und Menschen zusammenbringen.

01  Ablauf

Teilehandling Schritt für Schritt mit einem humanoiden Roboter.

  1. Teil finden

    Kameras erkennen das Teil im Behälter, auf dem Band oder im Regal. Bei ungeordneten Teilen ermittelt die Software Lage und Greifpunkt.

  2. Griff planen

    Der Roboter wählt Hand, Griffart und Anfahrweg. Bei schweren oder langen Teilen nutzt er beide Arme.

  3. Greifen und prüfen

    Er greift zu und prüft über Kraftsensoren oder Kamera, ob das Teil sicher sitzt. Rutscht es, greift er nach.

  4. Umsetzen

    Das Teil wird an den Zielort gebracht: Werkstückträger, Band, Behälter oder Vorrichtung. Dabei richtet der Roboter es lagerichtig aus.

  5. Quittieren

    Der Roboter meldet das erledigte Teil an das Leitsystem. Unbekannte Teile oder Fehlgriffe gehen an einen Menschen.

02  Anforderungen

Anforderungen beim Teilehandling: Traglast, Greifen, Takt, Umgebung.

MerkmalBedarfHerstellerangaben als Beispiel
TraglastTeilegewicht plus Greifer, Dauerlast entscheidendDobot Atom: 3,5 kg je Arm. AgiBot A2-W: 5 kg je Arm. Kepler K2: 15 kg pro Arm
GreifenForm, Oberfläche, Lage der TeileMehrfingerhände für Vielfalt, Parallelgreifer für Präzision
GenauigkeitAblage auf Werkstückträger oft im MillimeterbereichDobot Atom: ±0,05 mm laut Datenblatt; sonst selten veröffentlicht
TaktTeile pro Minute je nach ProzessIm Piloten messen, Vergleich mit Werker
UmgebungÖl, Staub, Späne, KühlschmierstoffGalbot G1: IP54. AgiBot G2: IP42. Viele Modelle ohne Angabe
FreiheitsgradeBeweglichkeit für Griff in tiefe BehälterAgiBot A2-W: 7 je Arm. Kepler K2: 52 insgesamt

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03  Abgrenzung

Humanoide oder Knickarmroboter: wann lohnt sich was?

Der Griff in die Kiste, im Fachjargon Bin Picking, ist mit Knickarmrobotern und 3D-Bildverarbeitung seit Jahren in der Industrie im Einsatz. Diese Systeme sind schnell und lassen sich gut in Zellen einbauen. Wer an einer festen Stelle immer ähnliche Teile handhabt, sollte zuerst eine solche Lösung prüfen.

Der Humanoide hat einen anderen Vorteil: Er kann an verschiedenen Orten arbeiten, ohne dass dort eine Zelle gebaut wird. Morgens sortiert er Wareneingang, mittags setzt er Teile an einer Prüfstation um, nachmittags füllt er Pufferlager auf. Je mehr verschiedene Orte und Aufgaben, desto eher rechnet sich die Beweglichkeit.

Grenzen setzt heute die Kombination aus Takt und Traglast. Ein Humanoide greift langsamer als ein Knickarmroboter und trägt weniger. Schwere Teile über 15 kg bleiben Aufgabe von Hebehilfen, Handhabungsgeräten oder großen Industrierobotern. Sehr kleine Teile wie Schrauben oder Clips sind für Roboterhände ebenfalls noch schwierig.

04  Kennzahlen

Pilot-Kennzahlen für das Teilehandling.

  • Greiferfolg beim ersten Versuch: der wichtigste Wert für die Stabilität des Prozesses.
  • Teile pro Stunde: getrennt nach Teilefamilien, weil Form und Gewicht stark wirken.
  • Ablagegenauigkeit: Anteil der Teile, die lagerichtig abgelegt wurden.
  • Teileschäden: Kratzer, Dellen oder verbogene Kontakte durch den Griff.
  • Restbestand im Behälter: Wie viele Teile bleiben am Ende liegen, weil der Roboter sie nicht greifen kann?
  • Umrüstzeit: Wie lange dauert es, eine neue Teilefamilie einzulernen?

05  Einlernen

Neue Teile einlernen: wie viel Aufwand realistisch ist.

Viele Hersteller lernen neue Greifaufgaben über Vorführen oder Teleoperation ein. Ein Bediener zeigt dem Roboter den Griff, die Software lernt daraus. Laut Herstellern verkürzt das die Einrichtung gegenüber klassischer Programmierung. Verlässliche Zahlen zur Einlernzeit pro Teil veröffentlichen aber nur wenige Anbieter.

Planen Sie im Piloten eigene Zeit für das Einlernen ein und messen Sie sie. Für Konzerne mit vielen Werken ist die Frage entscheidend, ob ein einmal gelerntes Teil an andere Roboter und Standorte übertragen werden kann. Fragen Sie den Hersteller, wo die Lerndaten liegen und wem sie gehören.

06  Sicherheit

Sicherheit beim Teilehandling neben Menschen.

Beim Teilehandling bewegt der Roboter Massen durch den Raum. Fällt ein Teil herunter oder schwingt ein Arm mit Last, entstehen Gefahren für Menschen in der Nähe. Die Gefährdungsbeurteilung nach § 3 Betriebssicherheitsverordnung muss Traglast, Geschwindigkeit und Abstand zu Personen berücksichtigen. Arbeitet der Roboter direkt neben Beschäftigten, gelten die Grenzwerte der ISO/TS 15066 für Kontaktkräfte. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Für Handhabungsaufgaben fragen wir über unseren direkten Kontakt zu Herstellern in Shanghai Dauerlast je Arm, Greiferoptionen, Schutzart und Einlernverfahren ab. So können Sie Humanoide und klassische Lösungen auf derselben Grundlage vergleichen.

07  Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet.

Was ist Teilehandling in der Produktion?

Teilehandling bezeichnet das Greifen, Umsetzen, Sortieren und Ausrichten von Bauteilen zwischen Behältern, Bändern, Werkstückträgern und Maschinen. Es ist Teil fast jeder Fertigungsaufgabe. Klassisch übernehmen das Menschen, Handhabungsgeräte oder Industrieroboter. Humanoide Roboter sind eine neue Option, wenn die Orte wechseln. Das gilt besonders bei wechselnden Losgrößen.

Ist ein humanoider Roboter beim Bin Picking besser als ein Industrieroboter?

In der Regel nicht. Knickarmroboter mit 3D-Bildverarbeitung greifen an einer festen Stelle schneller und tragen mehr. Ein Humanoide ist im Vorteil, wenn er an mehreren Orten verschiedene Aufgaben übernehmen soll und keine Zelle gebaut werden soll. Vergleichen Sie beide mit denselben Kennzahlen.

Wie schwer dürfen Teile für einen humanoiden Roboter sein?

Laut Herstellerangaben meist zwischen 3,5 und 15 kg je Arm. Dobot nennt für den Atom 3,5 kg je Arm, Kepler für den K2 15 kg pro Arm. Rechnen Sie den Greifer zum Teilegewicht hinzu und planen Sie mit der Dauerlast, nicht mit Spitzenwerten aus Vorführungen.

Wie lernt ein Humanoide neue Teile?

Viele Hersteller nutzen Vorführen oder Teleoperation: Ein Bediener zeigt den Griff, die Software lernt daraus. Verlässliche Zahlen zur Einlernzeit pro Teil gibt es selten. Messen Sie diese Zeit im eigenen Piloten und klären Sie, ob gelernte Griffe auf andere Roboter und Werke übertragbar sind.

Welche Teile sind für Roboterhände schwierig?

Schwierig sind sehr kleine Teile wie Schrauben und Clips, biegeschlaffe Teile wie Kabel und Folien, glänzende oder durchsichtige Oberflächen und Teile, die im Behälter verhakt sind. Gut greifbar sind formstabile Teile mit klaren Kanten. Ermitteln Sie vor dem Piloten, welcher Anteil Ihres Teilespektrums gut greifbar ist.

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